Männer verstehenDie Wahrheit darüber, warum Männern Sex so wichtig ist

Beziehungs-Coach Anchu Kögl verrät, warum Männer Sex so sehr lieben und warum es ihnen echt schlecht geht, wenn sie ihre Frau beim Sex nicht glücklich machen können.

3 Männer-Geheimnisse, die jede Frau kennen sollte

Ich bin der Meinung, dass viele Geschlechterklischees Blödsinn sind und unseren Beziehungen schaden. Frauen können nicht einparken, Männer denken nur an Sex und bla bla bla.

Ich habe in den letzten Jahren mit Tausenden von Frauen und Männern zusammengearbeitet und bin davon überzeugt, dass wir uns letztendlich alle das gleiche wünschen: tiefe Liebe, verbindende Nähe und erfüllenden Sex.

Nichtsdestotrotz gibt es natürlich ein paar Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Und diese Unterschiede führen häufig zu viel Frustration, Konflikten und Unverständnis.

Viele Männer trauen sich nur beim Sex, ihre wahren Gefühle zu zeigen.
Viele Männer trauen sich nur beim Sex, ihre wahren Gefühle zu zeigen.
Foto: iStock

Es ist kaum möglich, über Männer und Frauen zu schreiben, ohne jemand auf den Fuß zu treten. Ich werde es trotzdem wagen.

In diesem Artikel erfährst du drei Dinge, die auf fast jeden Mann bis zu einem gewissen Punkt zutreffen. Ich hoffe, sie helfen dir dabei, Männer ein wenig besser zu verstehen.

1. Warum Männer ihre Gefühle unterdrücken

Zwar gibt es langsam einen Wandel, doch noch immer unterdrücken viele Männer ihre Gefühle. Das liegt vor allem daran, dass Männer ein falsches Bild von Männlichkeit haben. Die meisten von ihnen glauben, dass sie immer souverän, stark und unabhängig sein müssen. Auch ich war lange Zeit davon überzeugt.

Dieses beschränkende Bild von Männlichkeit hat verschiedene Ursachen.

Zum einen liegt das an der Erziehung.

Während es Mädchen erlaubt ist, jegliche Gefühle zu spüren und auszudrücken, wird Jungs schon früh beigebracht, Gefühle zu unterdrücken. Fast jeder Junge hat zum Beispiel schon mal den Satz „Ein Indianer kennt kein Schmerz“ gehört.

► Ein weiterer Grund, warum Männer ihre Gefühle unterdrücken, sind falsche männliche Vorbilder.

Viele Jungs wachsen ohne Vater auf (oder der Vater zeichnet sich vor allem durch seine Abwesenheit aus). Des Weiteren sind auch die meisten Kindererzieher oder Vorschullehrer weiblich.

Dadurch haben viele Jungs in jungen Jahren wenig Kontakt zu Männern, was jedoch äußerst wichtig für ihre Entwicklung ist.

► Auch der Einfluss der Filmindustrie ist nicht zu unterschätzen.

Indiana Jones, Jason Bourne oder James Bond sind für viele junge Männer insgeheim Vorbilder. Doch keiner dieser Filmhelden zeichnet sich dafür aus, gut mit Gefühlen umzugehen.

All das führt dazu, dass viele Männer Gefühle unterdrücken und Probleme verschweigen. Leider.

Denn ein Mann kann sehr wohl gefühlvoll und männlich sein. Das eine grenzt das andere nicht aus, ganz im Gegenteil.

2. Warum du einen Mann niemals "Looser" nennen darfst

Was ist das Schlimmste, was du zu einem Mann sagen kannst?

Dass er ein Looser ist!

Viele Männer definieren sich stark über das, was sie erreicht haben: Ihr soziales Ansehen, ihr Job, ihr muskulöser Körper.

Deshalb investieren Männer oftmals viel Energie, Gefühle und Zeit in das Erreichen ihrer Ziele. Sie wollen etwas aus sich machen.

Um es ganz stark zu vereinfachen und sehr zu verallgemeinern: Frauen wollen sich geliebt fühlen, Männer wollen Bestätigung für das, was sie erreicht haben.

Verstehe mich hier nicht falsch. Natürlich wünscht sich jeder Mensch Liebe. Und jeder Mensch möchte Bestätigung. Doch während ersteres oftmals wichtiger für Frauen ist, ist letzteres meistens wichtiger für Männer.

Vieles von dem, was Männer tun, ist deshalb darauf ausgerichtet, von anderen Menschen Bestätigung zu bekommen. Die teure Uhr. Der teure Sportwagen. Die hübsche Freundin.

3. Warum Sex für Männer so wichtig ist

Natürlich ist es Blödsinn, dass Männer immer nur an Sex denken. Manchmal denken wir auch nur an Brüste. Spaß beiseite: Ob Frau oder Mann, die allermeisten Menschen genießen Sex. Doch oftmals scheinen Männer Sex einen größeren Stellenwert zu geben als Frauen.

Woran liegt das?

Ein Grund ist, dass Männer ihren Wert stark von Frauen und Sex abhängig machen.

Viele Männer glauben immer noch, dass sie nur dann ein „echter Mann“ sind, wenn sie erfolgreich bei Frauen sind und es Frauen richtig besorgen können.

Sex ist für viele Männer also nicht nur körperliche Lust, sondern auch Egobestätigung.

Der springende Punkt ist der: Wenn ein Mann mit vielen Frauen Sex hat, ist er ein cooler Typ. Er bekommt für Sex also oftmals Bestätigung und Anerkennung. Wenn eine Frau hingegen mit vielen Männern schläft, ist sie ein Flittchen.

(Zum Glück fängt die Gesellschaft langsam an, umzudenken. Doch noch immer verurteilen viele Männer eine Frau dafür, wenn sie sich sexuell auslebt. Leider verurteilen auch Frauen anderen Frauen dafür – oder sich selbst, was noch schlimmer ist).

Ein weiterer Grund, warum Sex für viele Männer so wichtig ist: Nur in diesen intimen Momenten der körperlichen Nähe trauen sie sich, Zärtlichkeit und Nähe zulassen.

Wie ich bei Punkt 1 beschrieben habe, haben noch immer viele Männer ein verzerrtes Bild von Männlichkeit. Das führt dazu, dass viele Männer Dinge wie Zärtlichkeit, Gefühle und Nähe mit Schwäche verwechseln.

Viele Männer erlauben sich darum nicht, zärtlich zu sein und sich emotional zu öffnen – außer beim Sex, wenn eine ganz besondere Nähe zu der Partnerin entsteht.

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Unser Autor:

Anchu Kögl ist Autor und Querdenker. Er reißt seit über 4 Jahren um die Welt und gibt ungewöhnliche Lebenstipps.
Anchu Kögl ist Autor und Querdenker. Er reist seit über 4 Jahren um die Welt und gibt ungewöhnliche Lebenstipps. Mehr Artikel von ihm findest du auf seiner Webseite anchukoegl.com.
Foto: Anchu Kögl

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