Chemikalien im EisIn Ben & Jerry’s Eis wurde giftiges Pflanzenschutzmittel gefunden

In Eiscreme der Marke "Ben & Jerry's" wurde Glyphosat gefunden.
In Eiscreme der Marke "Ben & Jerry's" wurde Glyphosat gefunden.
Foto: iStock

In Eiscreme der Marke „Ben & Jerry‘s“ konnte Glyphosat festgestellt werden! Dabei handelt es sich um ein giftiges Pflanzenschutzmittel.

Schlechte Nachrichten für „Ben & Jerry’s“-Fans: Ausgerechnet in dem Eis, das stets mit umweltfreundlicher und nachhaltiger Produktion beworben wird, wurde nun eine Chemikalie gefunden.

Das hat die „Organic Consumers Association“ am Dienstag veröffentlicht. Und der Fund war kein Einzelfall. In zehn von elf Eisproben von "Ben & Jerry's" konnte Glyphosat nachgewiesen werden, wenn auch in gesundheitlich noch unbedenklichen Mengen.

Glyphosat ist eine Chemikalie, die zur Unkrautbekämpfung eingesetzt wird. Sie ist Hauptbestandteil des in Amerika populären Pflanzenschutzmittels „Roundup“. In Deutschland wird der Wirkstoff ebenfalls eingesetzt. Zwar stand ein Verbot von Glyphosat zur Debatte, allerdings würde die Umstellung auf alternative Unkrautmittel gravierende Folgen für die Landwirtschaft haben.

Die Chemikalie steht in Verdacht, krebserregend zu sein. Die Studienlage ist hierzu jedoch noch sehr widersprüchlich, offiziell gilt Glyphosat in zugelassenen Grenzmengen noch als unschädlich. Trotzdem hat ein giftiges Pflanzenschutzmittel nichts in Eiscreme zu suchen.

Die Frage, die sich stellt, ist, wie das Glyphosat in die „Ben & Jerry’s“ Produkte gelangen konnte. Das ist auch den Eisherstellern selbst noch unklar – sie müssen erst noch untersuchen, woher die Spuren von Glyphosat im Eis kommen. Der New York Times gegenüber versicherte ein Sprecher von „Ben & Jerry’s“, dass das Unternehmen stets versuche, keine genetisch modfizierten Organismen (GMO) zu nutzen, beispielsweise würde bereits länger darauf geachtet werden, dass kein mit Glyphosat behandeltes Getreide oder Soja verwendet werde.

Fest steht: Die gefundenen Mengen Glyphosat sind noch unter den festgelegten Grenzwerten, von ihnen sollte somit eigentlich keine direkte Gesundheitsgefahr ausgehen. Man müsste rund 25.000 Eisbecher essen, um nur annähernd an den Grenzwert zu kommen. Trotzdem: Glyphosat gehört nicht in Eiscreme.

Wer auf der sicheren Seite sein will, kann sein Eis mit dieser Anleitung ganz einfach selber machen:

(ww4)

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